Abwechslung ins Beet!

Fruchtfolge und Mischkultur

Wenn man Jahr um Jahr in derselben Erde, im selben Balkonkasten oder derselben Stelle im Beet dasselbe anbaut, passieren zwei Dinge: Erstens laugt der Boden aus. Jede Pflanze hat nämlich ihre Eigenheiten beim Stoffwechsel, die eine braucht mehr von diesem, die andere von jenem; und wenn immer nur dasselbe gebraucht wird, ist es irgendwann nicht mehr da, während sich andere Stoffe anreichern. (Aus demselben Grund ergänzen sich auch manche Pflanzen gut – nicht nur, weil sie unterschiedliche Bedürfnisse haben, sondern auch, weil sie z.B.in unterschiedlichen Tiefen wurzeln.)  Und zweitens fördert das bestimmte Schädlinge…

Ein paar einfache Regeln zur Mischkultur

Grundregel: Nicht verrückt machen lassen! Jedes Buch hält andere Ratschläge breit, die sich manchmal widersprechen. Tatsache ist: Manche Pflanzen vertragen sich gut, andere weniger. Aber auch der Standort spielt eine Rolle, die Qualität des Bodens und die Vitalität des Saatguts, außerdem die Tatsache, welche Beetfläche man im Lauf der Saison mehrfach verwenden will. Nichts geht übers Probieren und Lernen!

Ein paar einfache Regeln zum Anfangen:

  1. Bohnen wandern. Bohnen (und Erbsen) reichern den Boden mit Stickstoff an, deshalb setzt man sie jedes Jahr woanders hin.
  2. Tomaten bleiben. Tomaten gehören zu den wenigen Pflanzen, die Jahr für Jahr an derselben Stelle stehen können.
  3. Die Freundlichen: Salat und Erdbeeren, Mangold und Spinat vertragen sich mit fast allem.
  4. Klassisches Duett I: Radieschen und Salat.
  5. Klassisches Duett II: Zwiebeln (auch Lauch) und Möhren. Die Zwiebeln vertreiben die Möhrenfliege, Möhren die Zwiebelschädlinge; jedenfalls theoretisch.
  6. Familienbande: Pflanzen aus derselben Familie möglichst nicht nacheinander an derselben Stelle setzen (dazu muss man aber die Pflanzenfamilien kennen, das ist was für Fortgeschrittene).
  7. Lasst Blumen blühen! Ringelblume und Tagetes zwischen Gemüsepflanzen locken nützliche Insekten an und verbessern den Boden.

Bewährt ist auch das Prinzip, die Pflanzen nach ihren Ansprüchen rotieren zu lassen: Auf Starkzehrer folgen Mittelzehrer, dann Schwachzehrer, dann ein Jahr Pause zur Erholung des Bodens, dann wieder Starkzehrer.

Starkzehrer sind z.B. Kürbis, Zucchini, Mais, Kartoffel, Kohl
Mittelzehrer: Erbsen, Stangenbohnen, Gurken, Mangold, Möhren, Spinat, Zwiebeln, Lauch, Salat
Schwachzehrer: Radieschen, die meisten Kräuter, Rucola, Buschbohne, Feldsalat[/fusion_text]

2016-04-12T22:09:27+00:00

Kommentar schreiben