Sobald die ersten Sonnenstrahlen eure Beete wärmen und der Boden nicht mehr forsthart ist, kann es losgehen mit der ersten, ernsthaften Gartenarbeit und die heißt: Beete vorbereiten. Säubern, Jäten, Düngen und dann vor allem: den Boden ruhen lassen. Wir zeigen euch Schritt für Schritt, welche ersten Arbeiten im Garten jetzt im Frühjahr wichtig sind und was es zu beachten gibt.

Schritt 1: Beete vorbereiten – säubern

Der Winter ist hoffentlich endgültig vorbei und ihr könnt endlich alles Mulchmaterial von euren Beeten nehmen, mit dem ihr sie den Winter über abgedeckt habt. Also runter mit Laub, Reisig, Tannenzweigen und dem noch stehenden Gründünger. Letzteren gebt ihr entweder auf den Kompost, wo er sich zu wertvollem Humus verwandelt oder ihr grabt ihn unter. Die alten Stängel von Stauden und winterharten Kräutern schneidet ihr herunter, so dass die neuen Triebe mehr Licht und Luft bekommen.

Schritt 2: Beete vorbereiten – Boden auflockern

Das Auflockern der Erde ist wichtig, weil ihr dann unerwünschte Wildkräuter besser rausziehen könnt und die Erde Niederschläge besser aufnehmen kann. Die Bodenoberfläche in alle Richtungen bearbeiten, aber nicht zu tief. Am besten geht das mit einem Sauzahn, Grubber oder auch mit einer Grabgabel. In diesem älteren Beitrag haben wir ja schon über die Alternativen zum Umgraben gesprochen.

Schritt 3: Beete vorbereiten – düngen

Organischer Dünger wie reifer Kompost ist die beste Wahl im Biogarten: Er ernährt neben den Pflanzen auch die Bodenlebewesen und verbessert nachhaltig die Bodenstruktur. Welche Menge ihr über die Beete siebt hängt davon ab, was ihr pflanzen wollt. Starkzehrer wie Tomaten, oder Lauch brauchen rund 4 Liter pro Quadratmeter während Mittel- und Schwachzehrern wie Bohnen oder Möhren die Hälfte genügt. Siebt den Kompost auf die Beete und arbeitet ihn flach mit dem Rechen ein.

Hornspäne zählen ebenfalls zu den organischen Düngern, die hauptsächlich Stickstoff/Nitrat bereitstellen. Hier gilt: Je feiner die Späne gemahlen sind, desto schneller sind die Närhstoffe für die Pflanzen verfügbar. Aber Vorsicht, denn in der Regel enthalten unsere Böden eher zuviel Stickstoff/Nitrat, weil dieser über Abgase und Niederschläge in unsere Böden gelangt.

Schritt 4: Beete vorbereiten – ruhen lassen

Nachdem ihr den Boden so vorbereitet und genährt habt, lasst ihr ihn 2-4 Wochen lang ruhen. In der Zeit setzt sich die Erde, schließen sich Hohlräume und die anschließende Saat kann regelmäßiger aufgehen. Nach der Ruhezeit recht ihr den Boden noch einmal glatt und zieht die gewünschten Saatrillen in eure Gemüsebeete.

Extratipp: Die Bodenprobe

Alle paar Jahre empfiehlt es sich, den Nährstoffgehalt eurer Erde genauer unter die Lupe zu nehmen. Dazu schickt ihr eine Bodenprobe in ein Labor, standardmäßig wird auf Stickstoff/Nitrat, Phospor, Kalium und Kalk geprüft.

Den PH-Wert eures Bodens könnt ihr aber auch mit einem im Handel erhältlichen Test-Set selbst prüfen und damit den Kalkbedarf ermitteln. Für den Gemüseanbau gilt ein schwachsaurer PH-Wert von 6-7 als ideal. Unter 5 ist der Boden sauer und sollte mit Kalk neutralisiert werden, was auch dem Bodenleben zugute kommt. Aber Vorsicht auch hier, denn ein zuviel an Kalk hindert Pflanzen daran, andere Nährstoffe gut aufzunehmen.

Schritt 5: Rechtzeitig das richtige Saatgut besorgen

Die Beete sind vorbereitet, die Planungen, was ihr anbauen wollte, sind fortgeschritten. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um gutes Saatgut zu besorgen, dafür empfehlen wir unseren Shop für samenfestes Bio-Saatgut. Das solltet ihr auch nicht zu spät tun, denn viele Sorten könnt ihr schon drinnen in der Wärme vorziehen, denn sie brauchen eine Weile, um sich zu entwickeln, so zum Beispiel die Tomate (unsere Lieblingssorte “Zuckertraube” gleich hier bestellen).