In kaum einer Länderküche ist die beliebte Petersilie wegzudenken. Die kleinen runden und dunklen Petersilie-Samen sind für den Anbau des würzigen Küchenkrauts unabdingbar. Es gibt vielerlei Sorten, wir kennen die Pflanze vorallem in krauser und glatter Form. Erstere mag dekorativer sein, aromatischer ist jedoch die glatte Form, die auch bei uns im Sortiment ist.

Die Herkunft der Petersilie

Die Petersilie mit lateinischem Namen Petroselinum crispum ist auch als Peterling, Peterle, Suppenwurzel oder Bittersilche bekannt. Das Kraut stammt aus dem Mittelmeergebiet, wo es seit der Antike kultiviert wird.

Das seitdem so beliebte Küchenkraut gehört zu der Familie der Doldenblütler. Die Petersilie ist zweijährig und blüht demnach erst in ihrer zweiten Vegetationsperiode. Erst dann können also auch die Petersiliensamen geerntet werden. Wie alle Doldenblütler wird Petersilie ausschließlich durch Samen vermehrt.

Der Anbau der Petersilie

Das Kraut kann zu Beginn etwas kapriziös sein, denn nicht immer gelingt der Petersilien-Anbau auf Anhieb. In unserer Pflanzanleitung mit Video lernt ihr alles über den erfolgreichen Anbau dieser Pflanze. Für eine Aussaat direkt ins Freiland wartet ihr am besten den August ab, um Problemen mit Krankheiten und Schädlingen möglichst aus dem Weg zu gehen.

Fühlt sich die Petersilie erst einmal heimisch, dann treibt sie im ersten Jahr Blätter in Hülle und Fülle. Und weil sie im ersten Jahr eben noch nicht blüht, lohnt sich ihr Anbau gleich doppelt: Im ersten Jahr erntet ihr die zarten Blätter und im Folgejahr die Petersilie-Samen. Ab dem dritten Jahr könnt ihr dann mit eurem eigenen Saatgut weitermachen.

Aber aufgepasst: Als Doldenblütler verträgt sich die Petersilie nicht mit anderen Doldenblütlern wie Möhren, Dill oder Sellerie und damit auch nicht mit sich selbst. Das heißt für euch, dass ihr sie nach zwei Vegetationsperioden in ein anderes Beet aussäen solltet. Frühestens nach 5 Jahren  – so heißt es, sollte sie erst wieder am gleichen Standort ausgesät werden.

In der Mischkultur könnt ihr Petersilie gut mit Spinat, Lauch, Mangold, Tomaten und Radieschen ins Beet pflanzen.

Petersilie-Samen gewinnen

Wie schon erwähnt, sind Petersilienpflanzen zweijährig und blühen im zweiten Jahr in den Monaten Juni und Juli. Die Blütenstände werden durch Insekten befruchtet. Nach der Blüte reifen die Samen heran. Diese sind zunächst hellgrün, dann beige und schlussendlich braun. Erst dann sind sie reif und könnten geerntet werden.

Aber aufgepasst: Nach der Blüte sind die Blätter nicht mehr zum Verzehr geeignet. Sie gelten sogar als giftig, weil ihr Apiol-Gehalt steigt. Am besten reißt ihr die Pflanze nach der Samen-Ernte komplett aus und werft sie auf dem Kompost.

Auch die Samen sind aufgrund des hohen Apiol-Gehalts giftig. Petersilie-Samen dürfen nicht erreichbar für Kinder oder Haustiere sein. Bitte räumt sie also sofort nach der Ernte gut weg.

Petersiliensamen ernten

Um möglichst viele und keimfähige Petersilie-Samen zu gewinnen, folgende Tipps für euch:

  • Lasst nur die stärksten und gesündesten Petersilienpflanzen nach der ersten Vegetationsperiode stehen. Alle schwachen oder kranken Pflanzen reißt ihr aus.
  • Wartet ab, bis die meisten Samen an der Dolde wirklich dunkel sind. Erst dann sind die Petersiliensamen wirklich reif und keimen später gut.
  • Die früh gereiften Kräutersamen sind in der Regel hochwertiger als die später im Sommer geernteten Samen. Daher solltet ihr die erste Ernte getrennt aufbewahren und dementsprechend beschriften.

Die Ernte der Petersilie-Samen

Wenn die Dolden größtenteils dunkle Samen haben, sind sie bereit, geerntet zu werden. Dazu drückt ihr die Dolden ein wenig zusammen und schneidet die Stiele kurz darunter ab. Die Samen fallen sehr leicht raus, daher solltet ihr die Dolden gut festhalten und am besten gleich in eine Papiertüte geben.

In der Tüte können die gesammelten Petersiliensamen gegebenenfalls weiter reifen oder trocknen. Am besten legt ihr dazu die Tüte mit dem Saatgut in die Sonne. Nach rund zwei Wochen schüttelt ihr die Tüte nochmal durch und könnt dann die leeren Dolden rausnehmen. Petersilie-Samen halten in der Regel bis zu drei Jahren. Aufgrund der langen Keimdauer von rund drei Wochen macht ein Keimtest für Hobbygärtner bei der Petersilie wenig Sinn, sät sie besser direkt ein. Petersiliensamen findet ihr bei uns im Shop im Einzeltütchen, in der grünen Box sowie in unserer Bio Saatgut-Box Kräuter, die immer ab ca. Januar bei dm erhältlich ist.