Ein bisschen Basilikum und Schnittlauch an den Salat, Thymian oder Salbei gegen Husten und Halsschmerzen. Kräuter verfeinern jedes Essen, regen Stoffwechsel und Verdauung an. Manche wirken antibiotisch oder haben sich als Hausmittel bewährt. Es ist ganz einfach, eigene Kräuter zu ernten und auch mit wenig Platz könnt ihr euren kleinen Kräutergarten anlegen. Wir geben euch hier 4 Tipps, wo ihr welche Kräuter erfolgreich ziehen könnt.

Der beste Standort zum Anlegen des Kräutergartens

Sonnig, schattig, trocken oder feucht? Kräuter haben sehr unterschiedlichen Ansprüche an Lage und Boden. Einige Kräuterpflanzen, wie Rosmarin und Salbei lieben es sonnig – so wie eben ihre mediterrane Heimat auch ist.  Sie brauchen sandige, durchlässige und nährstoffarme Böden. Dagegen gedeihen Petersilie, Schnittlauch, Kerbel und Liebstöckel besser im Halbschatten und mögen es etwas feuchter. Waldkräuter wie Bärlauch und Waldmeister wachsen nur an schattigen Plätzen. Es lohnt sich also, bei der Planung des Kräutergartens auf die Sonneneinstrahlung auf eurem Balkon oder in eurem Garten zu achten. Wenn der Kräutergarten sowieso auf dem Balkon in unterschiedlichen Töpfen entsteht, könnt ihr sie sogar alle genau dorthin rücken, wo das perfekte Mikro-Balkon-Klima herrscht.

Auf gute Nachbarschaft

Nicht alle Kräuter sind sich gute Nachbarn. Basilikum mag keinen Majoran, Kerbel keinen Koriander und keine Petersilie. Dafür versteht sich Petersilie mit Schnittlauch und Knoblauch. Rosmarin kommt gut mit Salbei klar. Die 5 Kräuter aus unserer Kräuterbox sind sich aber alle grün.

Kräutergarten anlegen auf dem Balkon oder Fensterbrett

Auch in Blumentöpfen und Blumenkästen lässt sich leicht ein Kräutergarten anlegen. Hängeampeln, Pflanztaschen oder ein Pflanz-Palettenregal vergrößern die Anbaufläche auf kleinen Balkonen. Da Kräuter generell keine Staunässe vertragen, freut es die Pflanzen, wenn ihr in den Töpfen vor die Abflusslöcher ein paar Tonscherben oder etwas Kies zur Drainage legt. Wichtig ist aber natürlich, dass alle Töpfe und Kästen einen Abfluss haben. Gefäße aus Terracotta oder Ton sind generell schwerer als aus Plastik, dafür aber nachhaltiger, sehen schöner aus und haben auf der Balkonbrüstung mehr Standfestigkeit.

Die Kräuterspirale für den Garten

Eine Kräuterspirale erfüllt die Wünsche verschiedenster Pflanzen auf kleinem Raum. Eine solche Steinspirale steigt zur Mitte hin um einen Schotterkern an. Für die diversen Feuchtigkeitszonen wird die Spirale mit verschiedenen Mischungen aus Sand, Erde und Kompost befüllt. In der obersten, kargen Zone gedeihen Rosmarin und Salbei. Hier ist es sonnig, der Boden ist sandig, durchlässig und nährstoffarm. In den unteren Etagen nimmt der Sandanteil ab. Hier wachsen Kräuter, die feuchtere, humusreichere Böden und mehr Schatten brauchen. In einem Kräutergarten dieser Form können daher so verschiedene Pflanzen wie Oregano, Estragon, Kerbel, Schnittlauch, Zitronenmelisse und Brunnenkresse mit ihren unterschiedlichen Ansprüchen in direkter Nachbarschaft gedeihen.

Wie ihr dann die Kräuter aussät, pflegt, gießt und düngt, das erfahrt ihr in unserem Beitrag über die ersten Schritte im Kräutergarten.