Gurken zählen zu den absoluten Favoriten in unseren heimischen Gärten. Kein Gemüse wird häufiger angebaut als die Salatgurke. Warum also nicht mal versuchen, Gurkensamen selbst zu vermehren? Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Sofern ihr die Gurken Samen aus einer samenfesten Pflanze gewinnt,  könnt ihr euch im nächsten Jahr auf eure Lieblingssorte freuen, denn die Qualität wird identisch sein. Also ran an die Samentütchen, wir erklären euch hier, wie die Samengewinnung gut gelingt.

Gurkensorten und Herkunft

Es gibt viele verschieden Arten von Gurken,  für jeden Geschmack ist etwas dabei. Generell wird zwischen der Salatgurke – auch Schlangengurke genannt  – und der Einlegegurke bzw. Essiggurke unterschieden. Während Salatgurken normalerweise im Gewächshaus kultiviert werden, ist die Einlegegurke für das Freiland geeignet. Es gibt aber auch Sorten, die sich für beiderlei Anbau eignen.

Gurken sind einjährige Pflanzen. Je nach Sorte bilden die Gurken Triebe aus, die zwischen ein bis vier Meter lang werden können. Sie wachsen entweder liegend auf dem Boden wie etwa Feldgurken und Essiggurken oder sie ranken an einem Gerüst empor wie Salatgurken.

Gurken gehören zu den Kürbisgewächsen. Ihre Früchte, also die Gurken,  sind aus botanischer Sicht eigentlich Beeren, da die Samen direkt in das Fruchtfleisch eingebettet sind. Wir kultivieren diese Pflanze seit mehr als 3000 Jahren und seit dem 19. Jahrhundert auch in Gewächshäusern. Ursprünglich aber stammt die Gurke aus Indien.

Gurkensamen aussäen

Ob direkt im Freiland oder auf der Fensterbank vorkultiviert, beides ist möglich. Mit dem Freiland tun sich jedoch die Einlegegurken und kleinfrüchtige Sorten leichter. Frühestens Mitte April oder Anfang Mai könnt ihr die Samen direkt in die Erde legen, am besten gleich drei Gurkensamen zusammen in ein kleines Pflanzloch. Der Abstand zwischen den Pflanzlöchern sollte mindestens 30cm betragen. Wir empfehlen aber eher, Gurken auf der Fensterbank vorzuziehen, zum einen weil sie es zum Keimen gerne warm haben. Zum anderen sind die noch jungen Pflänzchen ein Fest für Schnecken. Mehr Details findet ihr in unserer Pflanzanleitung für Gurkensamen., die für alle Gurkensorten gleichermaßen gilt.

Gurkenpflanzen aufziehen

Die Gurke wie unsere Freilandgurke Sonja wünscht sich ein windgeschütztes, vollsonniges Plätzchen. Dazu einen lockeren, humosen Boden und es sollte der reichhaltigen Ernte nichts mehr im Wege stehen. Bei Salatgurken, die im Gewächshaus gezogen werden, solltet ihr darauf achten, dass sie nicht von anderen Gurkenpflanzen beschattet werden.

Gurkensamen ernten

Wie bei den meisten Gemüsepflanzen wird auch bei der Gurke solange gewartet, bis die Pflanze ausgeblüht ist und sie die Samenreife erreicht hat. An dem Punkt ist die Gurke dann nicht mehr grün, sondern eher gelblich bis braun. Die Schale wird langsam hart und die Gurke ist überreif und nicht mehr genießbar. Jetzt solltet ihr die Früchte ernten und bei Zimmertemperatur noch etwa zwei bis drei Wochen liegen lassen. So haben die Gurkensamen genug Zeit um nachzureifen, was die Keimfähigkeit erhöht.

Um die Samen zu ernten, schabt ihr sie mit einem Löffel vorsichtig aus der Frucht raus. Ihr werdet feststellen, dass die Gurken Samen von einer glibberigen Schicht umgeben sind, die die Keimung verhindert. Diese Schicht müsst ihr lösen. Dazu legt ihr das gewonnene Saatgut in eine Schüssel mit Wasser und lasst es ein paar Tage bei Zimmertemperatur stehen. Die einsetzende Gärung baut diese Schicht ab. Anschließend wascht ihr die Gurkensamen kurz ab und lasst sie trocknen. Fertig ist euer selbst gewonnenes Saatgut!

Gurken Samen kaufen

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt lozulegen, dann könnt ihr natürlich gleich online in unserem Shop vorbeischauen. Dort findet ihr unser samenfestes Bio-Saatgut, darunter auch Samentütchen der Gurkensorte Marketmore. Eine alte und widerstandsfähige Sorte ist die Gurke Sonja. Sie ist Teil unserer Gemüsebox bei dm und wird auch im Rahmen unseres Abo-Modells in der Grünen Box versendet. Wir wünschen euch viel Spaß und Erfolg beim Gärtnern!