Anders als ihr Name es vermuten lässt, können Mairübchen ganzjährig angebaut werden. Bis Anfang August reicht die Saatperiode – eine kurze Kulturzeit von nur etwa 8 Wochen macht es möglich. Üblicherweise aber ist das Mairübchen ein Frühlingsgemüse. Es keimt nämlich schon bei frischen 5°C  und kann daher schon im März ausgesät werden.

Wissenswertes zur Mairübe

Die zarte Schwester der Speiserübe wird auch Navette genannt. Das Gemüse gehört zu den ältesten Grundnahrungsmitteln der Welt. Im Geschmack erinnern Mairübchen ein wenig an Kohlrabi. Tatsächlich gehören sie zur Gattung der Kohlgewächse. Aus dem Grund solltet ihr sie auch nicht auf Beete setzen, wo kurz zuvor bereits Kohlpflanzen wuchsen. Aber das nur am Rande.

Es gibt viele verschiedene Sorten von Mairüben, jede eigen in Geschmack und Form. Unsere Lieblingssorte ist das Mairübchen Blanc globe à collet violet. Es schmeckt wunderbar zart und eignet sich für den Anbau im Garten ebenso wie für den Anbau in Balkonkästen und kleineren Gefäßen. Wichtiger aber noch als die Entscheidung, ob eure Mairübchen nun platt, rund, weiß oder mit lila Kragen sein sollen, ist eure Entscheidung für eine samenfeste Sorte – und damit gegen F1 Hybride! So tragt ihr aktiv zum Erhalt der Pflanzenvielfalt bei. Warum das so ist, könnt ihr in einem weiteren Blogbeitrag nachlesen.

Mairübchen anbauen

Mairübchen werden direkt ins Freiland gesät. In der Mischkultur wachsen die Rüben gut zusammen mit Möhren und Salaten. Letztere halten beim Keimen die befürchteten Erdflöhe fern. Den gleich Zweck erfüllt auch Spinat. Ob ihr breitwürfig oder in Reihen sät, sei euch überlassen. Wissen solltet ihr jedoch, dass Wurzelgemüse im Allgemeinen am ursprünglichen Standort bleibt. Das heißt, wenn sie zu eng stehen, insbesondere bei runden Sorten, müsst ihr sie auslichten und die überschüssigen Mairüben-Pflänzchen an die Hühner verfüttern oder dem Kompost zuführen. Die Saattiefe beträgt etwa 1-2cm. Nach rund 10 Tagen sollten sich die Keimlinge bereits zeigen. Mehr Details, wie ihr Mairübchen erfolgreich aussät und pflegt, findet ihr in unserer Pflanzanleitung, die auch jeder entsprechenden grünen Box beiliegt.

Kulinarische Verwendung

Mairübchen haben eine zarten, leicht scharfen Geschmack und sind reich  an B-Vitaminen, Folsäure, Zink und Eisen. Ihr könnt sie im Grunde genommen mit Stumpf  und Stiel essen. Die Blätter lassen sich wie Spinat dünsten, die Rüben könnt ihr roh geraspelt als Salat genießen oder auch gedünstet oder gekocht. Vielfältige Internet-Rezepte machen Lust auf leckere Experimente

Mairübchen Samen vermehren

Probiert doch mal, euer eigenes Saatgut herzustellen! Das macht Spaß und ist interessant, denn wer weiß schon, wie Mairübchen blühen? Dazu braucht ihr jedoch ein wenig Geduld, denn die Rüben Samen entwickeln sich erst im zweiten Jahr. Dafür lasst ihr ein paar Mairüben über den Winter stehen. Falls ihr Standort recht schattig ist, solltet ihr sie im folgenden Frühjahr an einen sonnigen Standort umsetzen – die dann erwachsenen Pflanzen verzeihen diesen einen Umzug. Schon bald werden die durchwinterten Mairüben schießen. An ihren Blütenstängeln zeigen sich im Frühsommer dann längliche Schoten. In ihrem Inneren findet ihr die sehr feinen Samen. Nach ein paar trockenen Tagen in Folge, erntet ihr die Schoten und brecht sie vorsichtig auf. Lasst dann die feinkörnigen Samen auf einem Bogen Zeitungspapier gut trocknen. Anschließend füllt ihr sie in kleine Papiertütchen und vermerkt darauf den Erntezeitpunkt und die Sorte. So gewonnene Mairübchen Samen bleiben mehrere Jahre lang haltbar.