Wenn in diesen Wochen Im Gemüsebeet alles in doppelter Geschwindigkeit zu wachsen scheint, gilt das natürlich nicht nur für Essbares, sondern eben auch für das wilde Unkraut. Daher gilt es jetzt die Beete sauber zu halten, damit euer Gemüse soviel Licht, Luft und Wasser bekommt wie es braucht. Anderswo solltet ihr ausdünnen, anfhäufeln, hochbinden, hacken oder düngen – je nachdem was bei euch wächst oder wachsen soll.

Das Gemüsebeet pflegen – Unkraut jäten

Unkräuter, alias Wildkräuter, haben ihre Berechtigung im Gemüsegarten, allerdings nicht überall und vor allem nicht in unseren Gemüsebeeten. Daher solltet ihr jede Woche eure Beete jäten und die ach so vitalen Wildkräuter möglichst rückstandslos entfernen, denn überlebensfähigere Pflanzen gibt es kaum. Ein kleines Wurzelstückchen kann reichen und ein paar Tage später treibt das Un-Kraut erneut sein Un-Wesen. Als Mulch- oder Kompostmaterial aber machen Wildkräuter eine tolle Figur auf den Beeten!

Aussaaten ausdünnen

Manche Samen sind so klein, dass die Aussaat zwangsläufig zu eng aufläuft. So etwa bei Möhren, die ihr eigentlich immer ausdünnen müsst, da sich die Pflanzen sonst gegenseitig im Wachstum stören. Besser ihr verzichtet auf einige gelbe Rüben, als dass alle Pflanzen nur mittelmäßig bis mickrig heranwachsen. Zupft also überschüssigen Sämlinge oder kleinen Pflanzen raus von Möhren, Rettich, Radieschen, Schwarzwurzel und Rote Beete  – Die übrigen Pflanzen werden es euch danken. Ein Umsetzen vertragen die Pfahlwurzler übrigens nicht.

Pflanzen anhäufeln

Einigen Gemüsepflanzen tut ein kleiner Erdwall jetzt gut: sie sprießen dann kräftiger, haben besseren Halt oder wachsen so zart heran, wie wir uns das wünschen. Zu den Pflanzen, die angehäufelt werden, zählen Kartoffeln, Tomaten, Lauch und Erbsen. Aber auch Buschbohnen und Kohl sind dankbar für einen stützenden Erdwall.

Pflanzen anbinden

Eure Tomaten solltet ihr im Blick haben, denn hier gibt es immer etwas zu tun. Regelmäßig solltet ihr jetzt die Blattachseln ausgeizen, also die darin wachsenden neuen Ästchen wegzwicken. Und weil die Tomatenpflanzen so schnell wachsen, müsst ihr sie kontinuierlich hochbinden. Nur so können sie die schwerer werdende Fruchtlast gut tragen und überstehen auch einen Gewittersturm. Keine Binde-Hilfe hingegen brauchen Gurken, Erbsen und Stangenbohnen, die selbstständig an euren vorbereiteten Stützen hochranken.

Das Gemüsebeet mulchen

Das ganze ausgezupfte Unkraut, der Rasenschnitt und die Blätter des geernteten Gemüses könnt ihr zum Mulchen verwenden. Streut das frische Material ganz locker über die Beete und zwischen die Gemüsereihen und profitiert gleich doppelt: Zum einen tun sich Wildkräuter unter einer Mulchdecke schwerer, zum anderen wird ein gemulchter Boden langfristig lockerer und gesünder, weil es darunter wärmer und feuchter bleibt. Nackte Erde ist wie eine Wunde im Ökosystem, die in der freien Natur umgehend mit einem Pflanzenteppich geschlossen wird. Eure Devise im Gemüsegarten heißt also: mulchen, mulchen, mulchen bis ihr keinen braunen Fleck mehr seht.